In Berlin gibt es einen extra Abrechungsposten für Leistungen der Pflegeversicherung in Wohngemeinschaften. In allen anderen Bundesländern ist es komplizierter. Üblichweise wird  zwischen einer Grundpauschale für die Betreuung einerseits und den individuellen Pflegekosten andererseits unterschieden:

A. Betreuungspauschale
Die Kosten für die Grundbetreuung inkl. Nachtdienst/Nachtbereitschaft werden pauschal auf alle WG-Bewohner umgelegt. Einen Teil dieser Kosten übernimmt die Pflegeversicherung. Eingesetzt werden können folgende Mittel der Pflegeversicherung:

  • 214,- € Wohngruppenzuschlag (§ 38a)
  • 125,- € Entlastungsbetrag (§ 45b)
  • bis zu 40% der Pflegesachleistung (§ 36), also abgestuft nach Pflegegrad (PG) max.

    PG 2

    PG 3

    PG 4

    PG 5

    275,60

    519,20

    644,80

    798,-

Rechnet man diese Töpfe zusammen, ergeben sich je nach Pflegegrad folgende maximalen Deckungsbeträge für die Betreuungspauschale:

PG 2

PG 3

PG 4

PG 5

614,60

858,20

983,80

1.137,-

 

B. Individuelle Pflegeleistungen
Für die individuell benötigten Pflegeleistungen (Hilfe bei der Körperpflege, Unterstützung bei der Nahrungaufnahme etc) können die (verbleibenden) Pflegesachleistungen nach § 36 eingesetzt werden. Geht man davon aus, dass 40% der Pflegesachleistung in die Betreuungspauschale fließen, stehen für die Bezahlung der individuellen ambulanten Pflege noch folgende Mittel zur Verfügung:

PG 2 PG 3 PG 4 PG 5
413,40 778,80 967,20 1.197,-

 

Dazu können noch die Mittel für die sog. Verhinderungspflege gemäß § 39 SGB XI in Höhe von max. 2.418 € pro Jahr eingesetzt werden

Jeder  Bewohner kann durch einen ambulanten Pflegedienst natürlich auch die ihm zustehenden Krankenversicherungsleistungen beziehen.